Alles und nichts.

Viel zu viel und nicht genug.

Ich will sprinten, laufe aber viel zu langsam. Die Zeit fliegt. Bekommt Flügel und lässt mich hier. Aber ich bin zu langsam. Ich komm‘ nicht hinterher. 


Nach langer Zeit hat’s mich wieder hierher gezogen. Zu groß ist meine Lust zu schreiben. Oft ist das meine Therapie, neben der Musik. Deshalb schreib ich hier jetzt einfach drauf los. Vielleicht kennt ihr ja das Gefühl, das mich grad beschäftigt.

Manchmal hätte ich gerne mehr Zeit. Manchmal sind mir 12 Stunden am Tag nicht genug, um sie produktiv zu nutzen. Oft häng ich auch einfach stundenlang vorm Laptop, gucke Videos und Serien und ‚verplemper‚ meine Zeit. Das genieß ich auch, das braucht man auch einfach zwischendurch. Doch ich hab zurzeit so viel vor. Ich möchte so viel erleben, lernen und beginnen, dass ich nicht weiß wo ich anfangen soll. Und Angst hab, dass mir genau dadurch vieles durch die Lappen geht. Jetzt kommt der Frühling und meine Sportmotivation schleicht sich langsam wieder an, also hab ich mich in nem Fitness-Studio angemeldet. Klavier möchte ich – ENDLICH – lernen, also hab ich mir ein Lernbuch gekauft. Ich will mich mit der Fotografie mehr beschäftigen. Mehr experimentieren. Mehr lesen. Ich möchte diesen Blog wieder zum Leben erwecken und deshalb sitze ich gerade hier.

Aber alle diese Dinge benötigen eines: Viel ZEIT. Zeit, die ich gerne investiere. Denn alle diese Dinge sind ja quasi mein Lebensinhalt. Allerdings sind es eben keine ‚Aufgaben‘, die ich nebenbei auf einen kleinen Post-it Zettel schreiben kann und nach getaner Arbeit abhacken kann, sondern diese Dinge brauchen Zeit, Geduld. Jedoch hab ich grade das Gefühl alles und doch auch irgendwie nichts zu machen. Ich übe heute ne Stunde Klavier, geh morgen zum Sport, aber mache dann beides für ne Woche nicht mehr. Klar braucht man Durchhaltevermögen, aber ich muss euch ehrlich sagen, dass ich darin richtig schlecht bin. Und so hab ich das Gefühl irgendwie alles nur anzureißen und nichts durch zu ziehen.

Andererseits mag ich genau diese Neugier: Irgendwann will ich einen Barista Workshop machen, mehr backen, Praktika machen, Seminare besuchen, Tanzkurse machen und und und… Wenn ich das jetzt so durchlese werd‘ ich aufgeregt. Denn all das bietet mir mein Leben. Wie & wann ich das umsetze, inwiefern ich in einem Jahr noch Lust auf einen Tanzkurs hab sei dahin gestellt, aber die Möglichkeiten bestehen alle. Wir hören heutzutage immer nur, Zeit ist kostbar. Sie ist kurzlebig und läuft uns davon. Wir haben sowieso immer zu wenig davon. Und ja sie ist kostbar, diese Sekunde ist einmalig – aber deshalb stressen? Ne, sondern eher freuen, oder? Ich werde all die Dinge noch machen, sofern es sich ergibt und sofern es die Zeit zulässt.

Auch, wenn es mir oft unglaublich überfordernd er scheint mein Leben zu organisieren, mich zu organisieren, weil es ja so viel gibt, dass man sehen und erleben kann – kann ich nur so viel Einfluss darauf nehmen, wie das Leben mir das eben gewährt. Und einfach mal Nägel mit Köpfe machen. Auch mal nen Tag faulenzen, aber dann auch Gas geben. Wie’s eben immer ist: Eine Balance finden.

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