BODY POSITIVITY

In den Spiegel gucken, lächeln – ZUFRIEDEN sein! Voller Stolz zu sagen, das bin ich & das ist mein Körper. Wieso ich diesen Blogpost ’schon wieder‘ schreibe bzw. das Thema oft auf meinem Blog hervor sticht? Weil sich bei mir in den letzten Wochen viel getan hat, weil sich meine Gefühlslage ständig verändert und ich mit ihr wachse. Und weil ich gemerkt habe, dass es noch so viele wichtigere Dinge gibt,  als nen Sixpack, dünne Beine oder nen prallen Busen.

Vor 4 Jahren, also mit 16, war der Körper, das Aussehen für mich eine extrem wichtige Rolle in meinem Leben. Ich hatte das Gefühl, als würden wir Mädls oft wetteifern, wer denn den knackigeren Po oder wer die dünnere Taille hat. Wenn ich so zurückblicke, lächle ich darüber, weil ICH damals eigentlich noch eine sehr kindliche Figur hatte und aber unbedingt schon so weiblich und fraulich wie möglich aussehen wollte. Egal, ob der BH mehr mit Luft gefüllt war oder mich diese doofen Unterhosen, die aus einem Hauch von nichts bestanden, zwickten – man tat alles, um sich erwachsener, größer zu fühlen. Und das ist auch ganz normal so. Man probiert Dinge aus, versucht sich wohl zu fühlen und lernt sich besser kennen. Aber bei mir ging dieser Schuss leider irgendwann ein wenig zu weit & ich fand nichts mehr schön an mir. Ich betrachtete nur noch die Stellen meines Körpers, die mir nicht gefielen und versuchte sie mit übermäßigem Sport zu verbessern. Doch je mehr ich mich bemühte, desto schlimmer wurde es & der Spiegel wurde mein Feind. Ich erzähle euch das, weil ich jetzt hier sitze. Mit 19 Jahren – Sport wird (zur Zeit) 1-2 Mal in zwei Wochen gemacht & gegessen wie ich will. In den Spiegel kann ich ohne Probleme, ohne Zweifel gucken und mich gut dabei fühlen. Ich strahle, wenn ich vor die Türe trete und wirke 100 Mal selbstbewusster.

Ich erzähle euch das alles, weil ich die Erfahrung gemacht habe, seinen Körper zu hassen. Ich habe gelebt, aber habe meinen Körper dafür bestraft. Ich wurde zu einer rotierenden Maschine, die sich weder sozial engagieren wollte, noch sich von irgendjemand je verstanden fühlte. Ich trieb ab, lebte ein Leben außerhalb meiner Haut.

 

Sportwahn

Sportlich war ich schon immer, doch er wurde mit der Zeit leider zum Zwang, wodurch ich den Spaß daran verlor. Gedanken wie ‚Mach mehr Cardio als Kraft‘. ‚Komm, quäl dich noch 2 Minuten länger, dass sich xx Kalorien mehr‘ – waren meine ständigen Begleiter beim Sport. Und auch, wenn ich im letzten Jahr noch einen Fitness-Vertrag hatte, hab ich gemerkt, dass mir einfach keinen Spaß macht. Ich habs gehasst ewig zum Studio zu rennen, zu schwitzen, Geräte zu benutzen von denen ich sowieso keine Ahnung hab und Kreislauf Porbleme zu bekommen. Deshalb war ich in diesem Studio letztes Jahr auch nur 2 Mal! 😀 Und je weniger Sport ich gemacht habe, desto mehr habe ich gemerkt – wie wenig er mir fehlt! Ich brauche Sport nicht um glücklich zu sein, ich brauche ihn um den Kopf manchmal frei zu kriegen, mich auszupowern, aber nicht um mich in meinem Körper wohl zu fühlen!

Versteht mich nicht falsch, das ist jedem selbst überlassen und ich bewundere euch, wenn ihr die Motivation habt 3 mal die Woche zum Sport zu gehen, aber für mich ist das einfach nichts. Zumindest zurzeit & das ist auch ok so! Nur um solche Dinge heraus zu finden, müsst ihr sie erstmal ausprobieren! Merkt ihr euch tut etwas nicht gut – LASST ES! Ihr werdet sehen, es bringt euch nicht um, wenn ihr es aus eurem Leben streicht! IM GEGENTEIL!

Das Leben in meiner Haut

Nach und nach fühlte ich mich mehr wohl in mir, meiner Haut, meinem Körper. Ich ziehe eine Hose an, fühlt sie sich zu eng an – kommt sie weg! Ich will meinen Körper nicht in eine viel zu Enge Jeans pressen und ihm damit die Luft zu schnüren! Ich will, dass da auch noch ne Pizza, Eis und ein Cocktail hinein passt! Ich will, dass da noch Leben Platz hat! Denn dafür ist er da – Unser Körper ist so konzipiert, dass er uns Tag für Tag an Momenten teilnehmen lässt und er kämpft für uns – Minute für Minute. Ich danke ihm so sehr für meine Gesundheit, meine Tigerstreifen am Hintern und mein Leben!

Tausend Küsse – Sina ❤

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